Mein „Erstkontakt“ mit der „Futurezone“ (FuZo) fand im Jahr 2001 statt. Damals war es noch eine mehrheitlich von rein technischen Themen dominierte Seite, wo jedes Update des Linux-Kernels akribisch dokumentiert und diskutiert wurde. Es gab sogar eine kurzlebige Mailinglist der „Regulars“, wo man diese Themen noch vertiefen konnte. Die Jahre zogen ins Land und die FuZo verlegte ihren Schwerpunkt in Richtung Netzpolitik, Patente, Überwachung – all jene Themen, die bisher kaum oder nur unzureichend in der österreichischen Medienlandschaft behandelt wurden. Was kritische Berichterstattung für digital Natives angeht, hat diese Seite Pioniersarbeit geleistet und wurde dafür auch (international) beachtet.
All dem zum Trotz haben sich jetzt ORF und VÖZ darauf geeinigt, unter anderem die FuZo zugunsten von Werbung aus dem Angebot des Online-ORF’s zu streichen. Gerüchten zu Folge soll es auch die umfassende Seite von FM4 treffen. Was bleibt als Alternative? DerStandard.at/Web aka „Android vs iOS“-Liveticker? Das WCM?
Seit gestern Abend geistert durch Twitter, dass, sollte die FuZo tatsächlich geschlossen werden, diese als freies Medium wiederauferstehen und weitergeführt werden soll. Eines ist sicher: „Der Blogger“ wird dieses Team so gut wie möglich unterstützen. Denn auch wenn es viele Österreicher nicht verstehen: Dieses Land braucht eine FuZo. Es braucht diese Form von Journalismus, diese Inhalte, diese Beharrlichkeit.
UPDATE: Letzten Meldungen nach wird die Futurezone endgültig in dieser Form „verboten“ (sic! DerStandard.at). Darauf einigten sich heute Nachmittag alle fünf Parteien.














Ich denke es ist recht unwahrscheinlich dass Futurezone wieder in irgend einer Form aufersteht. Solche Gerüchte können sehr schnell entstehen. Schön wär’s auf jeden Fall. Gerade in den letzten Monaten bin ich ein treuer Leser von der FuZo geworden. Alternativen gibt’s eigentlich keine.